Faly und Stefan Wissert im Trockenlager in Antalaha, auf dem Boden liegen tausende Bourbon-Vanilleschoten zum Nachreifen ausgebreitet

Antalaha · Kaiserstuhl · seit 2018

Zwei Länder,
eine Idee

Wir sind Andréa und Stefan. Wir verkaufen echte Bourbon-Vanille, die auf der Farm unserer eigenen Familie in Madagaskar wächst. Ohne Zwischenhandel, ohne Umweg, ohne Geschichten, die wir nicht selbst gesehen haben.

Wer wir sind

Schön, dass Du hier gelandet bist. Wir freuen uns über jeden, der wissen will, wo seine Vanille eigentlich herkommt.

Genau darum geht es auf dieser Seite: um ein Gewürz, das mehr Handarbeit verlangt als fast jedes andere, um die Menschen, die diese Arbeit können, und um den Weg vom Feld in Antalaha bis zu Dir in die Küche.

Andréa und Stefan Wissert, die Gründer der Vanillekiste, in Hoodies mit dem Vanillekiste-Logo

Das Team hinter dem Ganzen

Andréa und Stefan

Andréa stammt aus Antananarivo, der Hauptstadt Madagaskars. Ihre Familie arbeitet seit Jahrzehnten mit Vanille, und sie ist mit dem Gewürz aufgewachsen, lange bevor daraus ein Geschäft wurde. Stefan kommt aus Endingen am Kaiserstuhl und hat sich bei seinem allerersten Besuch in die Insel verliebt.

Wir sind Lebenspartner und Geschäftspartner in einem. Andréa kennt die Ware und die Menschen, Stefan kümmert sich um alles, was zwischen Antalaha und Deiner Bestellung passiert. Das funktioniert erstaunlich gut, auch wenn beides manchmal am selben Küchentisch stattfindet.

Was wir vorhaben, ist im Kern simpel: richtig gute Bourbon-Vanille verkaufen und dabei sauber bezahlen, was sie in der Herstellung kostet.

2014Kennengelernt an der Uni des Saarlandes
2016Hochzeit in Madagaskar
2018Gründung, damals als „Iavanila“
0Zwischenhändler zwischen Farm und Kiste

Andréa und Stefan an einer tragenden Vanilleranke auf der Farm der Familie in Madagaskar
Auf der Farm in Antalaha: eine Ranke, die trägt.

Unsere Geschichte

Wie aus einer Hochzeit ein Unternehmen wurde

Angefangen hat das alles nicht mit einem Businessplan, sondern mit einer Familienfeier. Zwischen Verwandtenbesuchen und ersten Feldbegehungen entstand die Frage, warum eigentlich niemand die Vanille dieser Familie direkt nach Deutschland bringt. Vier Jahre später gab es darauf eine Antwort.

  1. Saarbrücken, 2014

    Wir treffen uns zum ersten Mal an der Universität des Saarlandes. Von einem gemeinsamen Unternehmen ist zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt keine Rede.

  2. Madagaskar, 2016

    Wir sagen Ja. Die Hochzeit findet in Andréas Heimat statt und ist gleichzeitig Stefans erster Besuch in diesem bis dahin fremden Land.

  3. Die Idee

    Bei genau diesem Besuch kommt der Gedanke auf, etwas Eigenes zu gründen. Unter unseren madagassischen Verwandten gibt es auffällig viele Vanille-Bauern und -Exporteure. Warum also nicht direkt mit ihnen zusammenarbeiten, statt über einen Handel zu kaufen, den wir gar nicht kennen? Wem sollten wir mehr vertrauen als der eigenen Familie?

  4. Die Lehrjahre

    Die folgenden Jahre verbringen wir damit, uns tief in madagassische Bourbon-Vanille einzuarbeiten: Anbau, Aufbereitung, Qualitätsstufen, Export und der ganze Papierkram, der an einem Lebensmittel aus Übersee hängt. Diese Begeisterung ist bis heute nicht kleiner geworden, und wir lernen immer noch ständig dazu.

  5. Neu-Isenburg, Ende 2018

    Es wird ernst. In Neu-Isenburg bei Frankfurt entsteht unser Start-up, damals noch unter dem Namen „Iavanila“. Eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne macht den Anfang möglich, und über unseren eigenen Webshop gehen die ersten Schoten raus. Für die Unterstützung von Freunden und Kunden, damals wie heute, sind wir bis heute dankbar.

Was wir tun

Rund 80 % der Vanille weltweit wächst im Norden Madagaskars. Auf dem Weg nach Europa wechselt sie üblicherweise mehrfach den Besitzer.

Sammler, Aufkäufer, Exporteur, Importeur, Großhandel: Jede Station will verdienen, und jede Station verlängert den Weg. Am Ende ist schwer zu sagen, von welchem Feld eine Schote stammt und was dort dafür gezahlt wurde. Wir sind diesen Weg gar nicht erst gegangen, sondern kaufen dort ein, wo die Vanille wächst.

Drei Mitarbeitende sortieren und bündeln getrocknete Bourbon-Vanilleschoten an einem Tisch in Antalaha
Sortieren und Bündeln nach Länge und Qualität, alles von Hand.

Kurze Kette, klare Verantwortung

Wir verhandeln den Preis direkt mit den Produzenten und kaufen die Ernte komplett ab. Dadurch wissen wir, von welchen Feldern die Schoten kommen, wer sie aufbereitet hat und was dafür gezahlt wurde. Läuft eine Charge einmal nicht so, wie sie soll, gibt es genau eine Adresse, an die wir uns wenden, und die kennen wir persönlich.

Das ist keine Wohltätigkeit, sondern die Art, wie wir Handel betreiben wollen: Wer die Arbeit macht, verdient daran, und wer sie besonders gut macht, verdient besser. Wir kommen umgekehrt an Qualität heran, die im anonymen Zwischenhandel schlicht nicht zu kaufen wäre.

Faly begutachtet eine junge, noch grüne Vanilleschote an der Ranke auf der Farm in Antalaha
Faly prüft im Feld, welche Schoten reif genug für die Ernte sind.

Unsere Bezugsquelle

Die Farm in Antalaha

Unser Lieferant ist unsere eigene Familie. Sie sitzt in Antalaha im Norden Madagaskars, mitten in der Region, aus der die meiste Bourbon-Vanille der Welt kommt. Auf der Farm unseres Großvaters liegen Anbau, Ernte und Aufbereitung in einer Hand.

Diese Erfahrung reicht Jahrzehnte zurück. Wann eine Schote reif ist, wie lange sie in die Sonne darf, wann sie zurück in die Kiste muss: Das steht in keinem Handbuch, das haben die Leute dort im Gefühl. Wir haben ihnen bei der Arbeit zugesehen und dabei vor allem eines gelernt, nämlich uns rauszuhalten.

„Wem könnten wir mehr vertrauen als unserer eigenen Familie?“Andréa und Stefan Wissert

Warum Vanille kostet, was sie kostet

Vanille ist das arbeitsintensivste Gewürz der Welt. Praktisch jeder Handgriff daran ist bis heute Handarbeit.

Wer den Preis einer Schote verstehen will, muss sich ansehen, wie viele Stunden Facharbeit darin stecken. Das ist der eigentliche Grund, warum uns wichtig ist, dass dieses Geld auch dort ankommt, wo die Arbeit geleistet wird.

Andréa bestäubt eine Vanilleblüte von Hand, im Hintergrund Faly im gelben Hemd
Bestäuben von Hand: eine Blüte, ein Vormittag, ein Versuch.

Ein Jahr Arbeit pro Schote

Die Vanilleorchidee wird außerhalb ihrer Heimat Mexiko nicht von selbst bestäubt. Jede einzelne Blüte öffnet sich an genau einem Vormittag und muss in diesen Stunden von Hand bestäubt werden. Wer zu spät kommt, hat für diese Blüte das Jahr verpasst.

Danach vergehen Monate, bis die Schote geerntet werden kann, und noch einmal Monate für die Aufbereitung: brühen, schwitzen, in der Sonne trocknen, nachts abdecken, immer wieder wenden, am Ende nach Länge und Qualität sortieren und bündeln. Aus einem Kilo grüner Schoten wird dabei ungefähr ein Fünftel schwarze Vanille.

Wenn Du eine Schote in der Hand hältst, hältst Du also gut ein Jahr Arbeit in der Hand. Das erklärt den Preis besser als jedes Etikett.

Team einer Gesundheitsstation in Mahatalaky im Südosten Madagaskars mit Hygiene-Ausstattung
Gesundheitsstation in Mahatalaky, Region Anosy.

Was zurückgeht

SEED Madagascar

Madagaskar ist die Heimat unserer Gewürze und ein Land mit einer Natur, die es so nirgends sonst gibt. Weil wir davon leben, geben wir einen Teil zurück und unterstützen SEED Madagascar.

Die Organisation arbeitet seit Jahren im Südosten der Insel und setzt sich dort für Bildung, Gesundheitsversorgung und Umweltschutz ein. Uns gefällt daran, dass langfristig und gemeinsam mit den Gemeinden vor Ort gearbeitet wird, statt kurz etwas zu verteilen. Mit jeder Bestellung trägst Du dazu bei.

Bourbon-Vanilleschoten in Paraffinpapier, daneben ein Foto aus der Aufbereitung in Antalaha
Prall, biegsam, ölig glänzend: so soll eine Schote aussehen.

Was unsere Produkte besonders macht

Nur die echte Bourbon-Vanille

Bei uns bekommst Du ausschließlich echte Bourbon-Vanille. Sie gilt als die aromatischste der Welt, und das merkt man beim Öffnen des Glases, bevor überhaupt etwas im Ofen war.

Was wir dafür tun, steht gleich darunter. Was wir nicht tun: Schoten zukaufen, deren Herkunft wir nicht kennen.

Jede Schote in der HandBevor eine Schote zu Dir geht, ist sie einzeln geprüft worden. Das passiert von Hand, durch Leute, die genau wissen, worauf sie achten müssen. Wir waren oft genug selbst vor Ort, um zu sehen, was verschickt wird.

Frisch aus der SaisonJede Ernte bringt eine neue Charge, und die schmeckt nie exakt wie die letzte. Das ist bei einem Naturprodukt so und wir gleichen es nicht künstlich aus.

Fair bezahlt, nicht gesponsertUnsere Lieferanten bekommen einen ausgehandelten Preis für gute Arbeit. Das ist Teil der Kalkulation, nicht eine gute Tat am Rande.

Ein soziales Start-upWenn Du bei uns kaufst, unterstützt Du nebenbei die Projekte, die wir fördern. Besondere Gewürze und ein guter Zweck schließen sich nicht aus.

Andréa hält ein Bündel dunkler Bourbon-Vanilleschoten in die Kamera

Und was sonst noch

Nicht nur Vanille

Bekannt geworden sind wir mit unseren Bourbon-Vanilleschoten, und die sind weiterhin der Kern. Jede Saison bringt eine neue Ernte und damit frische Vanille direkt vom Produzenten.

Daneben wächst das Sortiment um andere Gewürze, ausgesucht nach denselben Maßstäben: nachvollziehbare Herkunft, faire Bezahlung, Qualität, die wir selbst geprüft haben. Inzwischen findest Du bei uns unter anderem Kardamom und Szechuan-Pfeffer.

Zum Shop

Willkommen in der Kiste

Magst Du Teil davon sein?

Über jede Bestellung freuen wir uns ehrlich, und zwar zweimal: einmal hier bei uns und einmal in Antalaha.

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Andréa & Stefan Wissert · Vanillekiste